Back to "Press We've Received" Article Summary SüdDeutsche Zeitung Saint Petersburg in Florida "Die reine Schönheit"Die unproduktivste Stadt der Welt lebt davon, einfach schön zu sein. Und am Strand schwimmt man wie in Meisterwerken von Dali. Von Sonja Zekri - 04.03.2007 Das Alter. Reden wir über das Alter. Ja, es gab diese Zeit, als Saint Petersburg Beinamen trug wie "Gottes Wartezimmer" oder "größter Friedhof der Welt" oder auch "Home of Denture World", was man etwa mit "Welt der dritten Zähne" übersetzen kann. Als das Durchschnittsalter in Amerika bei 30 Jahren lag, aber das in Saint Petersburg 16 Jahre darüber. Als auf den Straßen Blutdruckmessgeräte wie Parkuhren standen und die berühmten "grünen Bänke" - Symbole der Entspannung, der Gastfreundschaft und der Gehbehinderung. Aber das ist vorbei, das waren die Siebziger, und Professor Raymond O. Arsenault erzählt nur noch davon, um zu veranschaulichen, wie sehr sich die Zeiten geändert haben. Heute ist Saint Petersburg jugendlich, was erstens daran liegt, dass die Stadt jünger, und zweitens, dass der Rest Amerikas älter geworden ist. Der Altersdurchschnitt von 38 Jahren liegt nur noch zwei Jahre über dem gesamtamerikanischen, und die Vorhersage für das Jahr 2010, sagt Arsenault, sieht ihn erstmals darunter. Arsenault unterrichtet "Florida-Studies" an der University of South Florida, was ein wenig klingt wie ein Exzellenz-Cluster für Sandkorn-Analyse. Aber Florida, sagt Arsenault, sei in vieler Hinsicht ein Laboratorium für den Rest der Staaten, was die Einwanderung aus der Karibik, aus Lateinamerika betreffe, die Wirtschaft, die Geschichte. Nur Saint Petersburg passt da nicht so richtig hinein. Hier leben kaum Hispanics, nur ein paar Asiaten, aber eigentlich ist es eine weiße Stadt. Und noch etwas ist anders: "Saint Petersburg wurde nie industrialisiert, es hat den ganzen kapitalistischen Irrsinn nie mitmachen müssen. Diese Stadt ist einer der wenigen Orte, der allein davon lebt, dass er so schön ist", sagt Arsenault.... Lesen Sie vollen Artikel hier
Informationen Anreise: United Airlines fliegt ab 530 Euro von München nach Tampa, von dort ist es noch etwa eine halbe Stunde bis nach Saint Petersburg, www.united.com. Mietwagen: Ohne Auto ist man in Saint Petersburg wie überall in Amerika verloren: Für eine Woche kostet ein Mietwagen zum Beispiel bei Alamo ab 139 Euro inkl. unbegrenzter Kilometer und gesetzlicher Haftpflichtversicherung, www.alamo.de Unterkünfte: Pier Hotel, 253 2. Ave. Nord, www.thepierhotel.com, Zimmerpreise ab 108 US-Dollar.
|







